Glühwürmchen, Kiwi und Co

Nov 27
Glühwürmchen, Kiwi und Co Jana+Christoph

Am Freitag ging es weiter. Wir mussten uns von unsere idyllischen Farm, den liebevollen Gastgebern, gutem italienischen Essen und den vielen Tieren verabschieden. Nach einer sehr langen und anstrengenden Fahrt durch Regen und Stau landeten wir schließlich im gemütlichen Bed&Breakfast in Waitomo. Von dort aus gingen wir erstmal unser Abendessen jagen und danach ab ins Bettchen.

Am nächsten Morgen gab es leckeres Frühstück und frisch gestärkt ging es los zu den berühmten Tropfsteinhöhlen und Glühwürmchen von Waitomo. Waitomo ist voll von unterirdischen Höhlen und Wasserwegen, wie auch der Name schon sagt (Wai - Wasser, tomo - gefüllt). Die erste Höhle war schon beeindruckend aber danach kam die zweite gefüllt mit Glühwürmchen. Mit einem Boot wurden wir ohne künstliches Licht durch die Höhle gefahren. Atemberaubend! Die Glühwürmchen alleine machten Form und Größe der unterirdischen Welt sichtbar. Es war einfach ein unvergesslicher Anblick! Unser nächster Weg führte uns direkt im Anschluss nach Otorohanga ins Kiwihaus :-) Was sollen wir sagen? Das sind schon putzige, niedliche Geschöpfe. Allerdings haben wir uns mehrfach gefragt, was sich die Evolution dabei wohl gedacht hat. Ein runder Vogel mit zwei dicken Beinchen, ohne Schwanz, mit 5cm Flügelchen, einem langen Schnabel, Schnurrhaaren und einem als Fell getarnten Federkleid. Hmm... Irgendwo stand auch die Beschreibung ein Ei mit Federn, Beinen und Schnabel. Trifft es auch ganz gut. Auf dem Rückweg gab es endlich mal ein Schaffoto (die gibt es hier tatsächlich auch!) und leckeres Lamm.

Der neue Tag führte uns auf die Spuren der Hobbits. Mit "Hairy Feet Tours" ging es auf die Farm, welche die meisten Drehorte für "Der Hobbit - Eine unerwartete Reise" geliefert hat. Begrüßt wurden wir zunächst von einer kleinen rot-getigerten flauschigen Katze mit weißer Schwanzspitze namens Jenny. Alle weiteren Details hierzu sind auf dem Foto dargestellt oder können bei Bedarf in unserer Wohnung in Berlin mit dem männlichen Pendant jederzeit nachgestellt werden. Trotz Regen war es eine interessante, lustige Tour und unsere schauspielerischen Leistungen konnten in einigen nachgestellten Szenen fotografisch festgehalten werden. Danach gab es erstmal Kaffee und Mittag und noch eine kleine Tour zum beeindruckenden Marokopa-Wasserfall (Christoph holte den Graufilter raus...).

Unnützes Wissen, Teil 1: Die Theorie zur Namensgebung des Kiwivogels ist, das der Ruf der männlichen Tiere wie "Kiwi" klingt. Die chinesische Stachelbeere wurde von einer Lehrerin nach Neuseeland gebracht und erlangte schnell große Beliebtheit. Von hier kam sie nach Europa und wurde in England als "Kiwi" bezeichnet, das sich vom umgangsprachlichen Präfix für neuseeländisches und wiederrum vom gleichnamigen Vogel ableitet. So bekam die Frucht ihren Namen. Neuseeland ist das Land mit der größten Schafdichte in der Welt. Früher gab es 70 Millionen Schafe im Land, das macht 22 Schafe pro Einwohner. Bis heute ist die Zahl gesunken bis auf 30 Millionen Schafe, das macht 6 Schafe pro Einwohner. Das australische Opossum heißt eigentlich nur Possum und hat nichts mit dem im amerikanischen Kontinent verbreiteten Opossum zu tun. Es wurde nach Neuseeland eingeschleppt und gilt hier als Plage. Es zerstört Bäume und gefährdet die ohnehin geringe Kiwipopulation.

Bilder

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