Gletscher, Pinguine und Papageien

Dez 08
Gletscher, Pinguine und Papageien Jana+Christoph

Nach Hokitika machten wir uns auf die Gletscherwelt zu erkunden (okay, einen Gletscher). Unser Weg führte uns über die Orte Franz Josef und Haast zum Fox Glacier Village. Dort bezogen wir ein Zimmer im Mountain View B&B mit, der Name hat es vielleicht schon verraten, einem wundervollen Blick auf die schneebedeckten Berge. Von dort ging es erstmal ins Haupthaus zu Tee und Kaffee mit unserer Gastgeberin, die uns zudem ausgiebig auf unseren bevorstehenden Ausflug vorbereitete. Dann hieß es warm anziehen (bei 20°C und strahlendem Sonnenschein jetzt nicht so optimal, aber was soll man machen) und los ging es zum Heli Hike und Gletscherwanderung. Der Flug war aufregend, großartig mit atemberaubendem Ausblick und kurz zum Fox Glacier. Dort haben wir unter sehr netter Anleitung von Jon den Gletscher bewandert und berutscht. Was sollen wir sagen? WOW!!! Vollgepackt mit wahnsinnigen Eindrücken und etwas Gletscherwasser ging es mit dem Heli wieder runter Richtung Tal. Dort erstmal schnell vor dem Hitzeschock die Klamotten reduzieren und was leckeres zu Essen suchen. Am nächsten Morgen gab es zunächst eine kleine Vor-Frühstückswanderung um den Lake Matheson, weil in der Morgen- und Abenddämmerung der See glatt und die Spiegelung perfekt ist.

Und schon ging es wieder weiter. Diesmal nach Queenstown. Über Berge, Serpentinen und Zwischenstopp bei den (sehr blauen) Blue Pools erreichten wir die Stadt und verbrachten eine Nacht nach einem Upgrade aufgrund eines Wasserschadens im Luxushotel (war nicht so toll, wie es klingt) und erkundeten am nächsten Tag noch die Gegend bevor wir uns nach Te Anau aufmachten.

Ein kleines verschlafenes Örtchen im neuseeländischen Fiordland. Von dort machten wir einen Ausflug zum Milford Sound im Fjordland-Nationalpark, einem Weltnaturerbe. Die Aussicht vom Wasser auf die hoch aufragenden Berge war unglaublich und man kommt sich gleichzeitig doch sehr klein vor inmitten dieses Naturschauspiels. Auf dem Weg durch den Milford Sound trafen wir auf neuseeländische Seebären, die dort wieder angesiedelt sind und tatsächlich auch das erste Mal in diesem Urlaub auf Pinguine. Fünf an der Zahl die sich im Wasser tummelten und sich bestaunen ließen. Auf der Rückfahrt trafen wir bei einen Kaffestopp (Wer trinkt bei Coffee Cat keinen Kaffee?!) auf wilde Papageien, die Keas, die auf einem Rastplatz Futter suchten und dabei gar nicht so schüchtern waren.

Unnützes Wissen, Teil 3:

Alles, was in Neuseeland auf vier Beinen läuft, stammt nicht von hier. Die einheimischen Tiere Neuseelands haben allesamt Flügel. Einziges einheimische Säugetier ist die Neuseelandfledermaus (Flügel!), der Rest sind Vögel. Das ist damit zu erklären, dass die Landmasse Neuseelands sich als erstes vom Urkontinent abgespalten hat und zu diesem Zeitpunkt keine Säugetiere dort existierten. Die Orte Haast und Franz Josef, sowie der gleichnamige Franz Josef Glacier sind nach dem deutschen Geologen Julius von Haast und, ihr ahnt es schon, nach der Sissi ihrem Franzl benannt. Neuseeland ist einer von zwei Orten, wo Gletscher in einem Regenwald enden. Ansonsten kann man sowas noch in Patagonien bestaunen. Hier gibt es viele Sounds und Fjorde. Der Unterschied liegt darin, dass ein Fjord von einem Gletscher geformt wurde, ein Sound von einem Fluß. Der Milford Sound ist eigentlich ein Fjord.

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