Universität, noch mehr deutsche Geschichte und Skelette in der Bibliothek

21. September 2011 by Jana

Halbzeit vorbei, wir nähern uns (leider, leider, leider!!!) dem Ende. Aber noch ist ein bißchen Zeit und es gibt auch weiter viel zu sehen.

In der letzten Zeit habe ich mir zunächst mal die Universität hier genauer angesehen. In der Medizinischen Fakultät war ich als allererstes bereits. Fehlten also noch die Universität in Gløshaugen mit dem Hauptgebäude, sowie Dragvoll.

Ich bin zunächst, wegen der Nähe zu St. Olavs (natürlich bergauf) zur Uni Gløshaugen gelaufen und habe mir natürlich erstmal das Hauptgebäude (was auch Harry Potter Building genannt wird) angeschaut. Ein altehrwürdiges und sehr schönes Haus, außen sowie innen. Die Bibliothek ist sehr gemütlich und ich hatte während meiner Erkundungstour zeitweise stark das Gefühl eher in einer Ausstellung als einer Universität gelandet zu sein. In die Seminar- und Vorlesungsräume konnte ich leider nur einmal einen sehr kurzen Blick werfen. In einem weiteren Gebäude auf dem Campus Gløshaugen gab es, vom eigenen Flair des Innenlebens mal abgesehen, Pflanzen im Gebäude. Und ich meine keine einzelnen Topfpflanzen (s. Bilder). Der größte Trakt in der Mitte des Campus ist denn doch eher funktionell aufgebaut.

Der Campus Dragvoll sieht von außen eher unscheinbar aus. Das Innenleben ist da aber auch geprägt von seinem eigenen Charme und vielen Grünpflanzen. Eigentlich wollte ich dort nur den Uni-Shop besuchen, bin denn aber doch mal durchgelaufen.

Wie wir bei unserem Besuch auf der Insel Munkholmen erfahren haben, gibt es in Trondheim noch weitere Reliquien aus der Zeit des zweiten Weltkrieges. Im Industriegebiet es Hafens stehen zwei deutsche Bunker, zu denen wir auch einmal gelaufen sind. Einer der beiden wird mittlerweile genutzt, unter anderem von der Universität als Archiv für alte Bücher, da das Klima im Bunker gut dafür geeignet ist. Der zweite Bunker wurde nie fertig gestellt und steht als Betonklotz weitgehend ungenutzt in der Landschaft herum.

Auf einem meiner Wege durch die Stadt kam ich auch an einem Gebäude vorbei, was ich mir ansehen wollte, es bis dato aber nicht gefunden hatte. Es handelt sich dabei um die Volksbibliothek in Trondheim. Sie steht auf der Stelle auf der früher die Olav-Kirche stand. In einem kleinen Teil wurden archäologische Ausgrabungen gemacht. Dabei fand man unzerstörte Gräber mit Skeletten. Vier davon sind heute in der Volksbibliothek ausgestellt.

Am Wochenende wollte ich mir denn gerne das Norwegische Gehörlosen Museum ansehen. Eine Begleitung fand sich ebenso und so machte ich mich mit Shinae (Südkoreanerin) auf den Weg dahin. Aus Gründen, die wir beide nicht kennen, waren trotz offizieller Öffnung alle Türen zu und auch nach Probieren aller Klingeln machte uns keiner auf. Aber es gab denn doch eine Ausweichmöglichkeit. Das NTNU-Naturwissenschaftsmuseum hatte geöffnet und war für Studenten der Universität sogar kostenlos. Im Inneren findet man viele Ausstellungsstücke von Tieren, Interessantes über die Flora und Fauna in Norwegen und sehr viele alte Fundstücke. Zudem ist das Museum auch sehr für die kleinen Besucher ausgelegt und bietet viel tolles zum Ansehen und Anfassen und Mitmachen.

Zuletzt hat es mich denn noch zu IKEA verschlagen. Was soll ich sagen? Auch in Trondheim ist IKEA blau-gelb und sehr groß. Beim Betreten dachte ich kurz, ich bin in Berlin-Tempelhof und auch die Köttbulla sind genauso lecker. 


Keine Kommentare »

No comments yet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.