Am Montag ging es los! Großes und etwas kleineres Schlachtschiff bzw. Autos in Seattle abholen und dann wollten wir starten, verloren uns aber zunächst im Großstadtverkehr. Es trat Plan B in Kraft und wir trafen uns erstmal am ersten festgesetzten Punkt noch in Seattle und die Fahrer und Autovernarrten nahmen die Autos in Augenschein und vor großer Fahrt noch einen Kaffee zu sich. Und dann… ging es los! Unser eigentliches erstes Ziel, Portland, flog schnell wieder vom Plan und wir entschieden uns, direkt an der Küste bis nach Seaside zu fahren. An wunderschönen Küstenlandschaften und verlassenen Gebieten vorbei erreichten wir abends unser erstes Ziel. Dort fanden wir ein Bett und etwas zu essen und blieben über Nacht. Am Morgen noch einen Ausflug an den pazifischen Strand und mal die Hände und Füße in den Ozean halten. Dann ging es weiter.

Nächster Halt: Cape Perpetua. Ein grandioser Ausblick auf Steilküste, Steinlandschaften und ungebändigten Ozean. Das Wetter war leider nicht so gut wie erhofft, aber die Aussicht dennoch großartig und einmalig. Eine Möwe versuchte dann noch unsere Weiterfahrt zu verhindern, scheiterte aber. Danach fuhren wir in Richtung Crater Lake und dabei vorbei an weiteren schönen Landschaften und Flußläufen. Über Nacht blieben wir in Roseburg. In dem doch eher kleineren Städtchen wurden wir überraschenderweise zweimal von ausgewanderten Deutschen angesprochen und zu einem kleinen Plausch angehalten.

Mittwoch Vormittag machten wir uns auf den Weg in den Crater Lake Nationalpark. Auf dem Weg gingen wir auf eine kleine Waldwanderung zu dem Falls Creek Wasserfall. Dabei ging es erneut durch beeindruckend schöne Natur. Unsere geplante Wanderung im Nationalpark musste dann leider entfallen, auch vom Crater Lake war nicht viel zu sehen, denn es lagen tatsächlich 10cm Schnee. Im September! In Vancouver hatten wir 20°C! Jedenfalls war es neblich, verhangen und kalt. Wir haben den See im Auto dann halb umrundet und ein, zwei kurze Blicke auf das Wasser erhaschen können. Es gab dann noch das schlechteste Essen bis dato in diesem Urlaub und dann sind wir weiter Richtung Süden bis Klamath Falls zu unserem nächsten Nachtlager gefahren. In dem verschlafenen Städtchen gab es noch ein kleines Abendbrot, was etwas für das miese Mittagessen entschädigte.

Der nächste Tag führte uns weiter Richtung Süden in den Bundesstaat Kalifornien, näher an den Yosemite Nationalpark heran, unserem nächsten und letzten großen Ziel vor San Francisco. Hier machten wir Station in Reno und haben damit Nevada, den vierten Bundesstaat nach Washington, Oregon und Kalifornien, während unseres Roadtrips zumindest gestreift. Auf dem Weg dahin gab es Ausblicke auf eine diesmal völlig andere Landschaft, eine eher trockene, karge, hügelige, aber dennoch beeindruckende und weite Landschaft. Meilenweit kein Haus und Mensch zu sehen und die beiden Seen, an denen wir vorbeigefahren sind, waren auch nicht (oder kaum) mehr vorhanden, weil sie während des Sommers ausgetrocknet sind.