Tag 1:

Nachdem wir gestern spääät angekommen waren (23 Uhr am Hostel und 2 Uhr wieder zurück vom Auto wegbringen), haben wir dann heute erstmal ausgeschlafen.

Nach dem Wäsche waschen sind wir dann in Richtung Brooklyn-Bridge gelaufen und haben uns gefreut, wie ruhig Brooklyn ist. Als wir uns der Brücke näherten wurde es zwar auch etwas hektischer und lauter, aber alles in allem ist es doch angenehmer als die Rush-Hour in Manhattan.

Auf unserem Weg über die Brücke wurden wir leider durch Wände von laufenden Bauarbeiten in unserer Sicht behindert und hatten erst ab dem zweiten Brückenteil uneingeschränkte Sicht auf die Freiheitsstatue, das Empire State Building und den Rest Manhattans. Die nächste Station war der Battery Park. Hier gab es ein paar Denkmäler (11. September und diverse Kriege mit amerikanischer Beteiligung) anzuschauen und einen schönen Blick auf Liberty Island mit der Freiheitsstatue und Ellis Island. Weiter ging es mit der Subway (also U-Bahn, nicht das Sandwich-Fachgeschäft) bis zur 33th St. ein wenig einkaufen. So langsam müssen wir uns dann auch Gedanken über den Rücktransport unserer Habseligkeiten machen und wahrscheinlich doch die Ersatztasche aktivieren. Anschließend sind wir wieder in den Süden gefahren, um mit der Staten Island Ferry nach Staten Island zu fahren. Diese Fähre ist kostenlos und eigentlich für die Pendler zwischen den beiden Stadtteilen gedacht. Drüben angekommen haben wir die Skyline fotografiert (Bilder siehe unten). Als alle Bilder im Kasten waren, spurteten wir nach der Fähre, die gerade ablegen wollte, um nicht 30 Minuten warten zu müssen. Außerdem müssen wir ja was für den sportlichen Ausgleich sorgen!

Jetzt ging es, mit ein paar Bierchen im Gepäck, nur noch zurück zum Hostel. Dort haben wir den Abend beim Karten schreiben ausklingen lassen.

Tag 2:

Nach dem Aufstehen sind wir mit der Metro nach Manhattan gefahren, um eine Freundin von Dominik zu treffen, die er während seiner Zeit in Boston kennen gelernt hat. Gemeinsam waren wir in der Nähe vom Guggenheim-Museum in einem Öko-Café. So gesund haben wir glaube ich die ganze Zeit hier nicht gegessen. Wir haben uns drei Platten mit Käse, Schinken, Humus und so bestellt. Das Beste daran war aber das Brot! Das kam schon fast an frisches deutsches Bäckerbrot heran!

Nach dem Brunch (wir hatten uns 12 Uhr getroffen) sind wir, nun wieder zu dritt, in Richtung Times Square gelaufen. Heute waren definitiv mehr Menschen unterwegs, als das letzte mal in NYC. Stellenweise musste man einfach mit der Masse mitlaufen. Nachdem wir im M&M und im Hershey’s-Laden waren, liefen wir zum Empire State Building. Da es schon dämmerte, wollten wir New York noch mal von oben sehen. Der Ausblick war einfach gigantisch! Ein Lichtermeer soweit das Auge gucken konnte. In alle Richtungen! Herausgestochen hat natürlich der blinkende Times Square. Nun ist auf jeden Fall geklärt, warum in New York keine Sterne am Himmel sind!

Zurück im Hostel haben wir uns bei Bier und Basketball mit den anderen im Hostel unterhalten und noch recht lange zusammengesessen. Bei der Gelegenheit haben wir uns auch gleich für die Parade am nächsten Tag verabredet. Da heißt es: It’s all green! St. Patrick’s Day!

Tag 3:

Grüner kann es wirklich nicht mehr werden! Rund um die 5th Avenue hatte gestern jeder zumindest ein grünes Accessoir, wenn nicht sogar ein komplett grünes Outfit. Die Parade startete am Times Square um 11 Uhr und zog sich dann die 5th Ave bis zur 86th St hoch. Etwa 7 Stunden reihten sich die Kapellen und tausende Menschen aneinander und spielten in den meisten Fällen den gleichen Marsch… War aber auf jeden Fall ein Erlebnis, die Amis ausflippen zu sehen. Jemand aus dem Hostel hat es schon ganz richtig formuliert: „Wir brauchen nur eine Ausrede, um zu trinken!“ So war es dann auch, überall junge Amerikaner mit Bierflaschen in Tüten, Bier in McDonalds-Bechern oder am späteren Tage auch einfach offen. Natürlich genehmigten wir uns auch das ein oder andere Bierchen ;o)

Nachdem wir die Parade eine Stunde angeschaut hatten, trafen wir ein paar Leute aus dem Hostel und saßen auf der Parkbank in der Sonne. So abschließend kann man sagen, dass wir mit unseren Hostels immer Glück hatten und in vielen Orten nette Leute getroffen haben, mit denen es sich lohnt den Kontakt auch zu halten.

Kurz nach 4 waren wir dann wieder allein, weil die anderen zum Zug mussten oder anderweitig verabredet waren. Wir haben uns dann noch ein bisschen was von der Parade angesehen und sind dann irgendwann in Richtung Hostel gefahren.

Dort haben wir nur kurz abgelegt und haben uns auf den Weg durch Brooklyn gemacht. Einfach die Bedford Av runter, bis wir die Williamsburg Bridge gesehen haben und im gleichnamigen Stadtteil angekommen waren. Auf dem Weg dorthin sind wir durch das jüdische Viertel gelaufen. Das besondere hier: Es beginnt und endet einfach! Plötzlich laufen viele Männer in schwarzen Mänteln und Hüten rum und sind auch ganz plötzlich wieder verschwunden. Dazwischen ist es wie eine andere Welt. Auf den Schulbussen und den Häusern steht alles in Hebräisch, Menschen aus anderen Kulturkreisen sieht man fast gar nicht. Echt beeindruckend!

Als wir uns dem Wasser näherten versuchten wir eine ganze Weile eine Stelle zu finden, von der wir die Skyline von Manhattan fotografieren konnten. Kurz bevor wir schon aufgeben wollten, fanden wir eine Art Park, der bis ans Wasser runter ging und nicht verbaut war. So konnten wir noch ein paar Eindrücke auf Bildern festhalten und einfach den Blick über diese wohl niemals schlafende Stadt schweifen lassen.