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Roadtrip Teil 2 – Monoliten, Milchstraße und Mammutbäume

Nachdem wir die Nacht in der Casinostadt Reno gut überstanden haben, haben wir uns schnell wieder auf den Weg nach Kalifornien, genauer gesagt zum Mono Lake gemacht. Quartier hatten wir vorher bereits in Murphys Motel in Lee Vining gebucht. Von dort aus machten wir unsere erste Tour zum Mono Lake, der mit seinen beeindruckenden Kalktufftürmen einen großartigen Anblick bot. Dort gab es eine erste Fotosession, danach gab es etwas Essbares und dann, warm eingepackt weil es nach Einbruch der Dunkelheit sehr kalt wird (von 25°C am Tag auf 5°C nachts) ging es im dunkeln zurück zum See um Sterne zu sehen und zu fotografieren. Trotz ängstlichem Protest einzelner Personen mussten alle mit. Und es hat sich gelohnt! Der Anblick der Milchstraße über einem wirklich stockdüsteren See ohne künstliche Lichter drumherum ist wirklich atemberaubend. Einige Fotos, viele Sternschnuppen und Wünsche später sind wir schließlich müde ins Bett gefallen.

Am nächsten Morgen ging es los in den Yosemite Nationalpark. Das erste Mal zu sechst in einem Auto hatten wir eine tolle Fahrt durch die schöne Landschaft und über die Achterbahnstraßen des Yosemite. Am Besucherzentrum wurden wir erstmal unser Auto los und suchten uns zwei Wanderwege. Beide führten uns zu Zielen, die eigentlich Wasser haben sollten (einmal ein Wasserfall, einmal ein See). Durch die Trockenzeit war jedoch kein Wasser zu sehen. Die Umgebung war trotzdem lohnenswert zu sehen. Die Fahrt zum Glacier Point musste aus Zeitgründen leider entfallen, stattdessen ging es auf einen Rastplatz am Straßenrand auf einem Berg zum Sonnenuntergang fotografieren.

Der Sonntag war der letzte komplette Tag unseres Roadtrips. Er führte uns nochmal durch den Yosemite. Dort gab es einen Zwischenstopp am See zum Yoga- und Quatschmachen und einen weiteren Wanderausflug ins Tuolumne Grove, in dem man noch einige Mammutbäume sehen kann. Dann fuhren wir weiter Richtung San Francisco. In Groveland gab es einen Pizzastop, in Livermore schlugen wir unser Nachtquartier auf. Von dort ging es am nächsten Morgen erstmal zu einem kurzen schnellen Shoppingausflug ins Outletcenter und dann direkt weiter nach San Francisco.

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Roadtrip Teil 1 – Anbaden im Pazifik und 10cm Neuschnee

Am Montag ging es los! Großes und etwas kleineres Schlachtschiff bzw. Autos in Seattle abholen und dann wollten wir starten, verloren uns aber zunächst im Großstadtverkehr. Es trat Plan B in Kraft und wir trafen uns erstmal am ersten festgesetzten Punkt noch in Seattle und die Fahrer und Autovernarrten nahmen die Autos in Augenschein und vor großer Fahrt noch einen Kaffee zu sich. Und dann… ging es los! Unser eigentliches erstes Ziel, Portland, flog schnell wieder vom Plan und wir entschieden uns, direkt an der Küste bis nach Seaside zu fahren. An wunderschönen Küstenlandschaften und verlassenen Gebieten vorbei erreichten wir abends unser erstes Ziel. Dort fanden wir ein Bett und etwas zu essen und blieben über Nacht. Am Morgen noch einen Ausflug an den pazifischen Strand und mal die Hände und Füße in den Ozean halten. Dann ging es weiter.

Nächster Halt: Cape Perpetua. Ein grandioser Ausblick auf Steilküste, Steinlandschaften und ungebändigten Ozean. Das Wetter war leider nicht so gut wie erhofft, aber die Aussicht dennoch großartig und einmalig. Eine Möwe versuchte dann noch unsere Weiterfahrt zu verhindern, scheiterte aber. Danach fuhren wir in Richtung Crater Lake und dabei vorbei an weiteren schönen Landschaften und Flußläufen. Über Nacht blieben wir in Roseburg. In dem doch eher kleineren Städtchen wurden wir überraschenderweise zweimal von ausgewanderten Deutschen angesprochen und zu einem kleinen Plausch angehalten.

Mittwoch Vormittag machten wir uns auf den Weg in den Crater Lake Nationalpark. Auf dem Weg gingen wir auf eine kleine Waldwanderung zu dem Falls Creek Wasserfall. Dabei ging es erneut durch beeindruckend schöne Natur. Unsere geplante Wanderung im Nationalpark musste dann leider entfallen, auch vom Crater Lake war nicht viel zu sehen, denn es lagen tatsächlich 10cm Schnee. Im September! In Vancouver hatten wir 20°C! Jedenfalls war es neblich, verhangen und kalt. Wir haben den See im Auto dann halb umrundet und ein, zwei kurze Blicke auf das Wasser erhaschen können. Es gab dann noch das schlechteste Essen bis dato in diesem Urlaub und dann sind wir weiter Richtung Süden bis Klamath Falls zu unserem nächsten Nachtlager gefahren. In dem verschlafenen Städtchen gab es noch ein kleines Abendbrot, was etwas für das miese Mittagessen entschädigte.

Der nächste Tag führte uns weiter Richtung Süden in den Bundesstaat Kalifornien, näher an den Yosemite Nationalpark heran, unserem nächsten und letzten großen Ziel vor San Francisco. Hier machten wir Station in Reno und haben damit Nevada, den vierten Bundesstaat nach Washington, Oregon und Kalifornien, während unseres Roadtrips zumindest gestreift. Auf dem Weg dahin gab es Ausblicke auf eine diesmal völlig andere Landschaft, eine eher trockene, karge, hügelige, aber dennoch beeindruckende und weite Landschaft. Meilenweit kein Haus und Mensch zu sehen und die beiden Seen, an denen wir vorbeigefahren sind, waren auch nicht (oder kaum) mehr vorhanden, weil sie während des Sommers ausgetrocknet sind.

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Im alten Seattle

An unserem letzten Tag in Seattle nahmen wir an einer Untergrundtour durch das alte Seattle teil. Die aktuelle Stadt wurde nämlich auf den Resten der alten Stadt neu erbaut. Das alte Seattle lag ein bis zwei Stockwerke tiefer und hatte aufgrund seiner Lage immer wieder Probleme mit der ankommenden Flut und seinen Toiletten. Ein Brand gab der alten Stadt schließlich den Rest, war aber am Ende das Beste, was passieren konnte. Kein Mensch starb, obwohl der Feuerwehrhauptmann zum Zeitpunkt des Brandes gerade zu einer Konferenz über Feuerprävention und somit nicht in der Stadt war. Die neuen Häuser wurden auf den Resten aufgebaut und die Überreste kann man heute noch besichtigen. Um das Sightseeing in Seattle zu vervollständigen, haben wir uns noch die Spaceneedle von Nahem angesehen. Raufgefahren sind wir nicht, denn da ist es wie mit dem Eifelturm; auf der Spaceneedle sieht man die Spaceneedle nicht. Danach ging es Richtung Carrie-Park für eine Skyline-Fotosession für die Fotografen. Auf dem Weg dahin gab es Pizza für alle und im Carrie-Park Sonnenuntergang für alle. Der anschließende Heimweg gestaltete sich etwas schwierig. Unsere nächste Busstation mussten wir ohne mobiles Internet auf der Karte suchen und der Weg dahin bescherte uns einen kleinen nächtlichen Spaziergang. Letztendlich sind wir wieder gut in unserem Apartment angekommen.

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Goodbye Vancouver! Hello Seattle!

Freitag Morgen ging es dann nach Seattle. Natürlich gab es eine erneute Grenzkontrolle mit Gepäckdurchleuchtung und Ausfüllen der Zollerklärung (zum 3. Mal in diesem Urlaub). Allerdings war die Grenzkontrolle deutlich entspannter als am Flughafen und ein Grenzbeamter hatte Christoph sogar eine BroFist gegeben. Nach insgesamt vierstündiger Busfahrt und kleinem Kulturschock ob der doch anderen Atmosphäre in den Staaten sind wir gegen 20 Uhr endlich in unserer neuen Behausung angekommen. Um den Abend und die nächsten Tage gut überstehen zu können, brauchten wir selbstverständlich erst einmal die wichtigsten Dinge: Bier und Essen. Letzteres half uns auch in fertig gekochter Form bei der Begrüßung von Gina und Kay, die am Abend glücklich und müde bei uns eintrafen.

Der nächste Tag begann mit einem ausgiebigen und mehr oder weniger gesunden Frühstück ;-). Gott, sind die Brownies hier gut! Vollgefressen ging es dann mit dem Bus nach Downtown. Erster Stopp: Pike Market, eine große und gut besuchte Markthalle mit Ständen voller frischem Fisch, Gewürzen und anderen Leckereien. In unmittelbarer Nähe befindet sich die sogenannte Gum Wall. Das ist eine Wand, die wie der Name schon sagt voll ist mit gekauten Kaugummies. Wir haben natürlich weitere beigesteuert. Danach setzten wir unseren Spaziergang in Richtung Pioneer Square zur Tourist Information über den Pier fort. Die Gegend am Wasser war ehrlich gesagt nicht so schön wie man sich Gegenden am Wasser so vorstellt. Da wurde es weiter im Stadtinneren deutlich schöner. Am Pioneer Square war ein kleines Kunstfestival, an der Touristeninformation wurden wir sehr nett beraten. Danach gingen wir erstmal zum angeblich besten Burger der Stadt zum Mittag. Die Burger waren gut, das Bier ebenso, nur die Pommes taugten nicht viel. Zum Abschluss des Tages ging es in den 73. Stock des Columbia Centers, dem höchsten Gebäude im Staat Washington. Von dort aus konnten wir einen 360°-Ausblick über die gesamte Stadt, samt Sonnenuntergang, genießen. Ein unglaublicher Anblick und nichts für Menschen mit Höhenangst!

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Seilbahn, Grizzly und der letzte Tag in Vancouver

Der letzte Tag in Vancouver hat angefangen. Wir haben das sagenhafte Wetter nochmal gut genutzt und sind bei strahlendem Sonnenschein zum Grouse Mountain im Norden von Vancouver gefahren. Da die öffentlichen Verkehrsmittel schlecht beschrieben sind, haben wir uns auf der Hintour ein wenig mit dem Bus verzettelt. Am Ende habe wir unser Ziel dann aber doch weit vor Sonnenuntergang noch erreicht. Wir hatten uns schon im Vorfeld dagegen entschieden, die 3000 Naturstufen zu Fuß hinaufzusteigen und sind mit der Seilbahn hinaufgefahren. Ging doch deutlich schneller und bequemer. Oben angekommen gab es erstmal Cola, Kaffee, Ginger Ale und irgendjemand musste sich natürlich Bier bestellen. Danach sind wir ein bißchen angewandert. Neben Grizzlybären (im umzäunten Gebiet) gabe es noch eine kleine Vogelshow und viel Natur und Ausblick zu genießen.

Am Abend haben wir uns nochmal zu einem gemütlichen Abschiedsessen mit Steven und Maggie getroffen. Auf Wunsch eines einzelnen Herren :-) ging es in eine Nerdbar (Computerspielebar) mit vielen wirklich sehr nerdigen Gästen. Bei Triforce, Double Damage Burgern und Pontine erlebten wir einen letzten wirklich schönen Abend in Vancouver.

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Waschbären, Wale und Leberwür… äh Seehunde :-)

So, wie ging es weiter?

Das geplante Whale Watching am Montag musste aus organisatorischen Gründen leider entfallen. Stattdessen ging es bei strahlendem Sonnenschein auf einen laaaangen (!) Spaziergang um und in den Stanley Park. Neben einer wundervollen Aussicht auf North und West Vancouver gab es viele Seehunde und später auch Enten und Waschbären zu sehen. Zur Stärkung gab es nach fast vollständiger Umrundung des Parks Burger, Sandwich, Bier und Cola im parkeigenen Restaurant. Danach ging es mit einem kurzen Umweg über den Supermarkt nach Hause um dort nach insgesamt 18km Fußmarsch dringend die Beine hochzulegen.

Der Dienstag begann wegen anhaltender Erschöpfung sehr ruhig. Ein kurzer Besuch in Gastown, ein wenig erfolgreicher Shoppingausflug durch das Pacific Center und eine anschließend lange Kaffeepause folgten. Danach ging es etwas außerhalb von Vancouver um Steven auf seiner Arbeit zu besuchen, bei Eletronic Arts. Dort bekamen wir eine exklusive Führung durch das EA-Gebäude. Danach ging es zurück nach Vancouver und dort in eine japanisches Restaurant um dort Ramen (japanische Nudelsuppe) zu genießen. Sehr empfehlenswert!

Mittwoch ging es endlich los zum Whale Watching. Früh aufstehen, mit dem Aquabus nach Granville Island und von dort mit einem Boot und wasserfesten Overalls von Wild Whales Vancouver über die Street of Georgia in Richtung Vancouver Island zum Wale gucken. Und was soll ich sagen?  Es hat sich mehr als gelohnt. Als erstes sahen wir einen Buckelwal, der gemütlich durchs Wasser tauchte und sich ab und zu auch mal an der Oberfläche blicken ließ. Danach folgten, ohne das wir lange suchen oder warten mussten, direkt die Orcas. Vier Wale, zwei Männchen, zwei Weibchen, die wir rund eine Stunde beim Schwimmen und Jagen beobachteten und mit dem Boot verfolgten. Sogar einen Sprung gab es, leider in einiger Entfernung in der Nähe eines anderen Bootes. Man kann nicht alles haben, dafür sind wir nicht nass geworden. Zum Abschluss gab es noch eine Rundtour um Valdes Island. Hier gab es Robben beim Sonnenbad (man beachtet die Körperhaltung), viele Adler über den Bäumen und eine beindruckende Naturkulisse. Danach gab es Steak auf Granville Island und einen Spaziergang inklusive Fotosession im Sonnenuntergang von der Skyline.

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Vancouver Tag 2

Den ersten richtigen Urlaubstag haben wir ganz ruhig angehen lassen. Zuerst ging es für die Jungs zum Urban Fare Market um ein paar Sachen für das Frühstück zu kaufen und anschließend im Apartment zu frühstücken. Danach noch fix Bier besorgen, bevor man das abends wieder nicht bekommt. Gegen 13 Uhr haben wir uns mit Steven, einem Freund von uns, getroffen und uns die Stadt zeigen lassen. Gestartet sind wir am Ende der Davie Street Richtung Süden, immer am Wasser entlang bis zum English Bay Beach. Dort steht eine aus Steinen gestapelte Skulptur. Diese werden von vielen Leuten in Miniatur am Wasser nachgebaut.

Gegen 15 Uhr haben wir dann erstmal etwas gegen unseren Hunger getan und sind in eines der zahlreichen asiatischen Restaurants gegangen, genau zu einem Vietnamesen. Anschließend ging es zum Coal Harbour im Norden der Stadt, wo wir einen schönen Ausblick auf die Berge in North Vancouver bekamen. North Vancouver ist eine eigene Stadt und gehört ebenso wenig zu Vancouver wie West Vancouver. Entlang am Wasser sind wir bis zum Convention Centre und haben den Wasserflugzeugen an ihrem Hafen beim Starten und Landen zugeschaut. Am Convention Centre selbst befindet sich noch die Olympische Fackel von den Spielen 2010. Leider war sie nicht an, obwohl wir da waren. Versteht das einer?

Dort haben wir dann noch Stefanie, eine Freundin von Steven, getroffen und sind zusammen Kaffe trinken gegangen. Im Anschluss konnten wir noch die Aussicht von Stevens Wohnung im 26. Stock bewundern, bevor wir zum Abendessen gelaufen sind. Nach Sushi und grünem Tee ging es nach Hause noch ein Bier trinken, weil man das auf sämtlichen öffentlichen Plätzen nicht darf.

Geschafft

Geschafft!

Nach einer langen Flugreise (20h) sind wir endlich in Vancouver angekommen. Die Flüge waren angenehm und die Einreise in die USA verlief unkompliziert. Zu unserer Überraschung wurden wir von einem Waschbären vor unserem Apartment begrüßt. Nach einem kleinen Snack ging es dann auch direkt ins Bett. Heute werden wir einen Freund treffen, der in Vancouver arbeitet und mit Ihm die Stadt erkunden.

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Road Trip 2015

Am 5. September starten wir in Richtung Vancouver. Unsere Ziele auf der Reise sind:

  • 06.09. – 11.09. – Vancouver
  • 11.09. – 14.09. – Seattle
  • 14.09. – 21.09. – Roadtrip (u.a. Portland, Cape Perpetua, Redwood National Park, Crater Lake, Yosemite National Park)
  • 21.09. – 26.09. – San Fransisco